Letzte Aktualisierung: 26.07.2019

Themen/Projekte: Regiopolregion Rostock

Die Regiopole ist ein Begriff der Raumordnung und Stadtplanung, der sich aus Regio (Region) und polis (Stadt) zusammensetzt. Unter dieser Bezeichnung sind kleinere Großstädte außerhalb von Metropolregionen zu verstehen, die als Zentrum regionaler Entwicklung, Standortraum der Wissensgesellschaft und Anziehungspunkt ihrer zumeist ländlich geprägten Region fungieren. Es handelt sich dabei immer um Oberzentren, die über den Versorgungs- und Ausgleichsaspekt hinaus eine besondere regionale Rolle spielen, jedoch aufgrund ihrer geringeren Größe nicht den Status einer Metropole erreichen und somit als „die kleinen Schwestern“ der Metropolen charakterisiert werden können. Analog zur Metropolregion wird die Region, in der eine Regiopole liegt, als Regiopolregion bezeichnet.

Weitere Informationen zu Regiopolen im Allgemeinen erhalten Sie unter > www.regiopole.de. Unter > www.regiopolregion-rostock.de können Sie sich über die Aktivitäten in der Regiopolregion Rostock informieren.


Regiopolregion Rostock

Partner der Regiopolregion Rostock sind alle Institutionen, welche die Kooperationsvereinbarung zur Etablierung der Regiopolregion Rostock unterzeichnet haben. Diese sind neben dem Planungsverband Region Rostock auch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der Landkreis Rostock, die Industrie- und Handelskammer zu Rostock, der Region Rostock Marketing Initiative e.V. , das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie die Mittelzentren Bad Doberan, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und Teterow. Daneben werden Gemeinden und weitere Akteure aus der Region über die konkrete Projektarbeit wie das regionale Kunst- und Kulturfestival regio:polis in die Aktivitäten eingebunden.

Die Abgrenzung der Regiopolregion Rostock ist nicht starr definiert und geht über das Gebiet der Planungsregion Rostock, welche die Flächen der Hanse- und Universitätsstadt und des Landkreises Rostock umfasst, hinaus. Zwei Zielrichtungen stehen bei den Tätigkeiten der Regiopolregion Rostock im Vordergrund:

  • Zum einen soll die innerregionale Zusammenarbeit gestärkt werden. Zu diesem Zweck werden gemeindeübergreifende Projekte initiiert oder unterstützt. Neben der personellen Unterstützung durch die Geschäftsstelle der Regiopolregion stehen externen Projekten mit dem Regionalbudget seit 2018 auch finanzielle Mittel zur Verfügung. Der 2013 fertiggestellte Aktionsplan zur strategischen Ausrichtung der Regiopolregion wird derzeit fortgeschrieben.
  • Zum anderen wird die Verbesserung der Außenwahrnehmung der Regiopolregion Rostock in Deutschland und Europa angestrebt.

Der Begriff der Regiopole soll mit einem innovativen Wachstumsraum assoziiert und neben dem Begriff der Metropolen etabliert werden. Eine Aufnahme in die Leitbilder der Raumordnung und in das Landesentwicklungsprogrammes M-V erfolgte bereits im Jahr 2016. Weiterhin soll eine Aufnahme des Begriffs als eigene Kategorie in der formellen Raumordnung diskutiert werden. Ein Schritt hierzu ist eine Solidarisierung von Regiopolen, die durch eine bundesweite Netzwerkarbeit getragen wird. Im Jahr 2016 konnten bereits erste Erfolge gefeiert werden, so haben die Städte Bielefeld, Erfurt Paderborn, Rostock, Siegen und Trier das Deutsche RegioPole-Netzwerk gegründet. Im Jahr 2019 schloss sich die Stadt Würzburg dem Netzwerk an. Am 13.03.2019 fand in Berlin im Deutschen Bundestag eine durch das Deutsche RegioPole-Netzwerk initiierte fraktionsübergreifende Informationsveranstaltung zur „Rolle der Regiopole für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in ländlichen Gebieten außerhalb von Metropolregionen“ statt. Weitere Städte beschäftigen sich intensiv mit dem Thema.

Aktuell beabsichtigt die Hanse- und Universitätsstadt Rostock gemeinsam mit Akteuren in der Region, eine gemeinsame regionale Internationalisierungsstrategie sowie eine einheitliche und branchenübergreifende Dachmarke für die Regiopolregion Rostock zu entwickeln. Die finanzielle Förderung für dieses Vorhaben erfolgt über das Regionalbudget und damit aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe GRW, für das ein entsprechender Projektantrag beim Planungsverband Region Rostock gestellt und positiv votiert wurde.

Auf Bundesebene findet das Konzept der Regiopolen/ Regiopolregionen Eingang in „Unser Plan für Deutschland – Gleichwertige Lebensverhältnisse überall -“, erstellt von der Gleichwertigkeitskommission 2019 (Bundesinnenministerium, Bundeslandwirtschaftsministerium, Bundesfamilienministerium). Hierin wird die Bedeutung der Regiopolen für Stadt-Land-Partnerschaften im ländlichen Raum betont und der Bund aufgefordert, das Netzwerk der Regiopolen zu fördern.

Der Planungsverband ist seit dem 01.03.2019 Träger der Geschäftsstelle Regiopolregion Rostock und unterstützt die Initiative ausdrücklich durch die Bereitstellung personeller und finanzieller Ressourcen.