Die Regiopolregion Rostock bietet in Mecklenburg-Vorpommern, Nordostdeutschland und dem Ostseeraum besondere wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die zentrale Lage an der Ostsee zwischen den Metropolen Hamburg und Stettin sowie Kopenhagen und Berlin schafft gute Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Bereits aufgrund der geografischen Lage und der günstig verfügbaren erneuerbaren Energien ist in den kommenden Jahren mit einer steigenden Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen zu rechnen. Diese zukünftigen Bedarfe sind frühzeitig zu identifizieren und planerisch vorzubereiten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern.
Der Rostocker Überseehafen, das Autobahnkreuz A19/A20 sowie der Flughafen Laage machen die Region zu einem bedeutenden Standort im nationalen und internationalen Wirtschaftsverkehr. Trotz dieser günstigen Rahmenbedingungen konnten in der jüngeren Vergangenheit jedoch nur wenige großflächige Industrie- und Gewerbeansiedlungen realisiert werden. Insbesondere fehlende, geeignete Industrieflächen – vor allem in Hafennähe – stellen ein wesentliches Entwicklungshemmnis dar.
Vor diesem Hintergrund befasst sich Los 1 der Industrie- und Gewerbeflächenkonzeption mit der Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung der Regiopolregion Rostock sowie der systematischen Erfassung und Bewertung vorhandener und potenzieller Flächen. Im Mittelpunkt stehen eine umfassende Weißflächenkartierung, die Analyse von Bestandsflächen sowie die Ableitung von Entwicklungspotenzialen und -hemmnissen für Industrie- und Großgewerbeansiedlungen.
Die Ergebnisse von Los 1 bilden die fachliche Grundlage für die Identifikation von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Industrie und Gewerbe in der Planungsregion Rostock und stellen zugleich die Ausgangsbasis für weiterführende infrastrukturelle Betrachtungen dar.
Die Regiopolregion Rostock verfügt über hervorragende wirtschaftliche Entwicklungspotenziale in Mecklenburg-Vorpommern, Nordostdeutschland und im Ostseeraum. Die zentrale Lage an der Ostsee sowie die leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mit Überseehafen, Autobahnanschlüssen und Flughafen bieten sehr gute Voraussetzungen für industrielle Ansiedlungen. Gleichzeitig ist in den kommenden Jahren – nicht zuletzt durch die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien – von einer deutlich steigenden Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen auszugehen.
Neben der Flächenverfügbarkeit stellen jedoch zunehmend auch die Kapazitäten der technischen Ver- und Entsorgungsinfrastruktur einen limitierenden Faktor für neue Industrie- und Großgewerbeansiedlungen dar. Insbesondere Einschränkungen bei der Brauchwasserversorgung und der Abwasserentsorgung erschweren die Entwicklung geeigneter Standorte.
Los 2 der Industrie- und Gewerbeflächenkonzeption knüpft an die Ergebnisse von Los 1 an und entwickelt darauf aufbauend ein Konzept zur modularen und bedarfsgerechten Entwicklung der gesamten Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für bestehende und zukünftige Industrie- und Großgewerbestandorte in der Region Rostock. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung ausreichender Kapazitäten zur Brauchwasserversorgung und Abwasserentsorgung. In diesem Zusammenhang wird auch die Machbarkeit einer Meerwasserentsalzungsanlage als mögliche Versorgungsvariante untersucht.
In der Gesamtschau werden durch die Gutachter branchenbezogene Ansiedlungsschwerpunkte für landes- und regionalbedeutsame Industrie- und Gewerbeflächen herausgearbeitet. Die vorliegende Konzeption ermöglicht dank ihrer hohen Detailtiefe und fundierten Methodik sowohl kurzfristige als auch mittel- bis langfristige Standortentwicklungsmaßnahmen. Ergänzende Steckbriefe bieten einen schnellen und fundierten Überblick über die betrachteten Industrie- und Gewerbegebiete sowie deren infrastrukturelle Entwicklungspotenziale und Herausforderungen.