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Neuigkeiten vom Planungsverband Region Rostock
wir übersenden Ihnen heute die aktuelle Ausgabe unserer Regionalinformationen mit vielen Neuigkeiten aus der Region Rostock.
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Leider müssen wir mit einer sehr traurigen Nachricht für unsere Verbandsregion starten:
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Romuald Bittl ist tot. GREATER ROSTOCK trauert. Ein Nachruf.
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Romuald Bittl war seit 2017 Dezernent für Wirtschaft, Bau und Umwelt des Landkreises Rostock. Zuvor hatte er bereits fast 25 Jahre im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in der Region Rostock gearbeitet.
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In mehr als drei Jahrzehnten seines Wirkens in der Region Rostock hat er sich einen hervorragenden Ruf als überaus tüchtiger, zugewandter und respektvoller Mensch erworben. Sein unermüdliches Engagement verstand und lebte er als Dienst an den Menschen und der Region. Er begegnete den Menschen stets als Mensch.
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Dem Planungsverband Region Rostock wird er als überzeugender Ratgeber, zielgerichteter Vermittler und sanfter Antreiber in Erinnerung bleiben. Romuald Bittl hat die Entwicklung der ländlichen Räume, der Wasserstoffregion Rostock, des Nahverkehrs sowie von Gewerbe und Industrie maßgeblich vorangetrieben. Sein Ziel war eine insgesamt erfolgreiche und lebenswerte Region Rostock.
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Seine Erfahrungen und Perspektiven aus Tätigkeiten in der Ukraine, in China und an anderen Orten der Welt haben seinen Blick geschärft, sein Gespür vertieft und seinen unbedingten Gestaltungswillen gestärkt.
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Mit Sorge hat er die gesellschaftlichen Veränderungen, insbesondere im Osten Deutschlands, beobachtet. Seine Arbeit verstand er daher auch als Gegenbeweis – für Wandel und Fortschritt, für Wohlstand und Freiheit in Sicherheit statt für Gejammer, Enge und Angst.
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Sein weitgespanntes Netzwerk aus über 30 Jahren im Dienst des Landes und der Region war für ihn ein wichtiger Gradmesser für Entwicklungen und Stimmungen vor Ort. Er hat es klug und über Partei- und Gemeindegrenzen hinweg eingesetzt – stets zum Wohle der Menschen.
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Kurz nach seinem 60. Geburtstag erkrankte Romuald Bittl. Er kämpfte, voller Zuversicht und unbeirrbar, die schwere Krankheit war überwunden. Anfang 2026 wollte er in den Dienst zurückkehren. Am 24. November ist er völlig unerwartet verstorben.
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Wir werden Romuald Bittl ein ehrendes Gedenken bewahren.
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Aktuelles aus der Geschäftsstelle
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Neuaufstellung des Regionalen Raumentwicklungspro-grammes
Matthias Plehn, Tel. 0385 588 89 456
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Im September dieses Jahres wurde der zweite Entwurf des neuen Regionalen Raumentwicklungsprogrammes veröffentlicht. Zum ersten Entwurf aus dem Jahr 2024 waren zahlreiche Hinweise von Behörden, Gemeinden, Verbänden, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern eingegangen. Viele dieser Hinweise hat der Planungsverband aufgegriffen. Bis zum 8. Dezember konnten nun nochmals alle Interessenten zum überarbeiteten Entwurf Stellung nehmen. Im kommenden Jahr soll über das neue Raumentwicklungsprogramm endgültig beschlossen werden. Wichtige Inhalte sind die Erweiterung des Rostocker Seehafens, die Flächenvorsorge für Industrieansiedlungen und die Festlegung von Windenergiegebieten entsprechend den gesetzlichen Zielvorgaben. Daneben sind verschiedene Regelungen zur Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung und zum Freiraumschutz im Raumentwicklungsprogramm enthalten. Alle Entwurfsunterlagen zum neuen Raumentwicklungsprogramm können nach wie vor auf unseren Internetseiten eingesehen werden.
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Newsletter zum Planungsverfahren
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Sie sind an bestimmten Inhalten des neuen Raumentwicklungsprogrammes besonders interessiert und möchten sich über den Fortschritt des Planungsverfahrens auf dem Laufenden halten? Dann bieten wir Ihnen an, unseren Newsletter zur RREP-Neuaufstellung zu abonnieren. Wir benachrichtigen Sie immer dann, wenn wir einen neuen Entwurf veröffentlichen, wenn wichtige Beschlüsse gefasst wurden oder wenn eine Beteiligungsfrist anläuft. Sie müssen nicht auf öffentliche Bekanntmachungen achten und bleiben stets über den neuesten Stand des Verfahrens informiert.
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Fördervorhaben Regionalbudget
Dorit Jensen, Tel. 0385 588 89 455
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Mit dem Fördervorhaben Regionalbudget kann der Planungsverband im Zeitraum 2019 bis 2028 insgesamt 2,7 Mio. Euro für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region Rostock bereitstellen. Die erste Förderphase, das sogenannte Regionalbudget 1, wurde bereits im Jahr 2022 abgeschlossen.
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Das Regionalbudget 2 geht in den Endspurt
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Nach dem Start Mitte 2022 befindet sich das Vorhaben Regionalbudget 2 nun auf der Zielgeraden: Der Großteil der bereitgestellten Mittel wurde an die Projektträger ausgegeben, vier von fünf Projekten sind zum Jahresende beendet.
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Das Projekt „INTRO 2“ widmete sich der Etablierung der Regionsmarke GREATER ROSTOCK. Im Projekt „Wasserstoffregion Rostock“ stand das Ziel im Mittelpunkt, die Regiopolregion als innovative und wettbewerbsfähige Wasserstoffregion entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu positionieren. Dazu wurde unter anderem eine Studie zu stoffstrombasierten Wertschöpfungsketten in Auftrag gegeben. Die Umsetzung der Empfehlungen startet ab Januar im GREATER ROSTOCK GreenTech Office.
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Zwei weitere Projekte setzten zusätzliche Impulse für die Region: Durch das Projekt „Restart MICE“ wurde der regionale Tagungstourismus gezielt gestärkt, und für die Seeblickregion wurden ein Zukunftsprogramm erarbeitet und u.a. neue regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut.
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Das Projekt „Radschnellverkehr im Stadt-Umland-Raum“ hat in der bisherigen Projektlaufzeit mehrere Studien und Planungsleistungen angeschoben, um die Radverkehrsinfrastruktur zwischen Rostock und dem Umland zu verbessern. Das Projekt endet im Sommer 2026.
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Die in der aktuellen Förderphase aufgebauten Strukturen bleiben vielfach erhalten und werden von den Projektträgern weiterentwickelt. Dadurch wird die nachhaltige Stärkung der Region vorangebracht.
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Start des Regionalbudgets 3 | Erste Projekte gehen an den Start
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Zum 1. Dezember 2025 ist das Regionalbudget 3 gestartet. Ein zentraler Förderschwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der Grundzentren in der Region. Als erstes Projekt im neuen Förderzeitraum erhält die Stadt Bützow Unterstützung. Im Fokus steht die Erarbeitung eines Flächenentwicklungskonzepts. Ziel ist es, brachliegende Flächen zu identifizieren und deren Reaktivierung zu planen – insbesondere mit Blick auf gewerbliche Nutzungen.
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Darüber hinaus ist vorgesehen, die Marke GREATER ROSTOCK in einer weiteren Förderperiode langfristig zu verstetigen und stärker in der Region zu verankern.
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Die Geschäftsstelle des Planungsverbands befindet sich derzeit mit weiteren potenziellen Projektträgern im Austausch, um zusätzliche Vorhaben für das Regionalbudget 3 zu entwickeln.
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Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen
Christin Stiehm, Geschäftsstelle Regionalbeirat Region Rostock, Tel. 0385 588 15324 oder 0175 1984260
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Der Regionalbeirat Region Rostock verfügt in der laufenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF+) noch bis Frühjahr 2027 über Mittel für regionalspezifische, unternehmensübergreifend ausgerichtete Vorhaben, die auf die Stärkung der Schwerpunkte der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsplatz abzielen.
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Mit einer anteiligen Personalkostenförderung für einen Zeitraum von zunächst 12 Monaten können Projekte unterstützt werden, die für die Region einen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Anpassung an den digitalen Wandel oder zur Erschließung wirtschaftlicher Entwicklungspotenziale (z.B. in der Green Economy) leisten wollen. Grundlage bilden die auf der Webseite der Regionalbeiräte veröffentlichte Förderrichtlinie sowie das Regionale Handlungskonzept des Regionalbeirates Region Rostock.
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Für nähere Informationen zur Einreichung sowie Beratung bei der Entwicklung von Ideen steht Ihnen die oben genannte Ansprechpartnerin zur Verfügung.
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GREATER ROSTOCK | gemeinsam sichtbar, gemeinsam erfolgreich
Julia Löhning, Tel.: 0385 588 461
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GREATER ROSTOCK ist die Regionsmarke der Regiopolregion Rostock. Sie bündelt die Stärken einer Region, die fast einer halben Millionen Menschen Heimat ist, und macht sie für Zielgruppen sichtbar. Unter dem Leitmotiv „Heimat von Welt“ steht die Marke für eine weltoffene, leistungsfähige und zukunftsorientierte Region.
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Was wurde bislang erreicht? | Ein Blick auf die Zahlen
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In den vergangenen Jahren wurde GREATER ROSTOCK systematisch aufgebaut und mit Leben gefüllt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Der gemeinsame Markenansatz wirkt.
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- Hohe Reichweite und Aufmerksamkeit: Allein die Kampagne „Heimat von Welt“ erzielte über 10 Millionen Anzeigeneinblendungen in relevanten Zielregionen und mehr als 5 Millionen Interaktionen.
- Digitale Präsenz mit echtem Interesse: Die Website greater-rostock.com verzeichnete seit August 2022 rund 56.000 Aufrufe. Auffällig ist die hohe Engagement-Rate von nahezu 60 % sowie eine durchschnittliche Verweildauer von fast eineinhalb Minuten – ein klares Zeichen dafür, dass die Inhalte als relevant wahrgenommen werden. Ergänzend erreichten die Kampagnen-Landingpages von heimat-von-welt.de im Kampagnenzeitraum eines halben Jahres weitere 1.500 Personen bei einer ähnlich hohen Verweildauer.
- Konkreter Nutzen für Wirtschaft und Fachkräfte: Das gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften entwickelte Gewerbeflächenportal ist ein wichtiger Baustein für die transparente Darstellung der Wirtschaftsregion.
- Auch die auf der Website integrierte regionale Stellenbörse trägt dazu bei, Fachkräfte gezielt auf die Region aufmerksam zu machen.
- Starke Präsenz in Social Media: Kampagnen auf Instagram, Facebook und LinkedIn erzielten mehrere Millionen Aufrufe. Die im Sommer 2025 begonnene Testimonial-Kampagne erreichte allein auf Instagram 220.000 Aufrufe und führte zu über 1.100 neuen Followern – ein wichtiger Beitrag zur emotionalen Bindung an die Region.
- Sichtbarkeit über die Region hinaus: GREATER ROSTOCK war im Umfeld zahlreicher Veranstaltungen präsent, darunter Immobilien- und Wirtschaftsmessen sowie Innovations-Events. Selbst mit kleinen Budgets – etwa bei einer internationalen Kampagne in Finnland – konnten nahezu 600.000 Impressionen erzielt werden.
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Warum gemeinsames Handeln der Schlüssel ist
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Diese Ergebnisse sind kein Zufall. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Unternehmen, Institutionen und Initiativen gemeinsam auftreten. GREATER ROSTOCK ist kein Einzelprojekt, sondern ein Netzwerk – und lebt davon, dass viele Akteure ihre Perspektiven, Inhalte und Reichweiten einbringen.
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Die Marke schafft damit nicht nur Sichtbarkeit nach außen, sondern stärkt auch das gemeinsame Selbstverständnis der Region nach innen.
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Die bisherigen Zahlen belegen: GREATER ROSTOCK ist auf einem erfolgreichen Weg. Künftig geht es darum, die Marke weiter zu schärfen. Unternehmen können sich aktiv einbringen – durch die Nutzung des Markenauftritts in der eigenen Kommunikation, durch abgestimmte Beiträge im Social Media Bereich, gemeinsame Kampagnen, Veranstaltungspartnerschaften oder die Teilnahme an Workshops.
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GREATER ROSTOCK GreenTech Office gegründet
Anja Munser, Tel. 0385 588 89 457
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Anfang Januar 2026 nimmt das GREATER ROSTOCK GreenTech Office seine Arbeit in der Geschäftsstelle des Planungsverbandes Region Rostock auf. Anja Munser übernimmt die Leitung, sie war seit Juni 2024 bereits für die Rostocker Wasserstoffinitiative tätig. Mit der neuen Einheit wird ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen, um die Themen Energiewende, GreenTech und nachhaltige Regionalentwicklung in der Region Rostock noch stärker zu bündeln und voranzubringen.
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Das GreenTech Office führt die bisherige Rostocker Wasserstoffinitiative in erweiterter Form fort und entwickelt sie inhaltlich weiter. Neben der Betreuung und dem Ausbau des bestehenden Wasserstoffnetzwerks rücken künftig der Rohstoff Wärme, Sektorenkopplung, stoffstrombasierte Wertschöpfungsketten sowie neue Versorgungsinfrastrukturen in den Fokus.
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Ziel ist es, regionale Akteure bei Projekten, Konzepten und Planungen aktiv zu unterstützen und damit die Umsetzung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms praxisnah zu begleiten. Dazu gehören auch die Weiterentwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen, Koordination von Nahwärmeplanungen sowie innovative Lösungen der Brauchwasserbereitstellung. Eine landesweite Aufgabe in Zusammenarbeit mit den benachbarten Planungsregionen ist ein Gewerbe- und Industrieflächenkataster für Mecklenburg-Vorpommern.
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Ergänzt wird dies durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die das GreenTech Office als Teil des Planungsverbandes Region Rostock sichtbar macht und eng mit den Aktivitäten von GREATER ROSTOCK verzahnt ist.
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Anja Munser ist damit im Planungsverband Region Rostock zentrale Ansprechpartnerin für GreenTech, Wasserstoff, Sektorenkopplung und nachhaltige Infrastrukturentwicklung. Der Start des GREATER ROSTOCK GreenTech Office ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Region Rostock als zukunftsorientierten, innovativen und klimafreundlichen Wirtschaftsstandort und lebenswerte Heimat zu stärken und strategisch weiterzuentwickeln.
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Entwicklungskonzept für den Industriestandort Region Rostock mit Machbarkeitsstudie zur Meerwasserentsalzung
Anja Munser, Tel. 0385 588 89 457
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Der Planungsverband Region Rostock hat im Zuge einer international besetzten Fachkonferenz am 3. Dezember die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Brauchwasserversorgung vorgestellt. Die Analysen belegen: Eine stufenweise Versorgung von Industrie und Gewerbe mit aufbereitetem gereinigtem Abwasser und aus einer Meerwasserentsalzungsanlage ist technisch realisierbar, wirtschaftlich darstellbar und für die zukünftige Entwicklung der Region unverzichtbar.
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Die Untersuchung wurde vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit 600.000 € gefördert. Weitere 200.000 € steuerten die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der Landkreis Rostock und der Regionale Planungsverband Region Rostock gemeinsam bei.
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Hoher Wasserbedarf erfordert neue Lösungen
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Die Studie zeigt, dass der Bedarf an Brauchwasser in der Region Rostock deutlich steigen wird – insbesondere an den Schwerpunktstandorten für Industrie und Gewerbe in Hansestadt und Landkreis.
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Die bestehende Trinkwasserversorgung ist sicher, kann die wachsenden industriellen Bedarfe jedoch nicht decken. Eine zweistufige Brauchwasserlösung schafft dagegen eine zusätzliche, unabhängige und nachhaltige Quelle, die die regionale Entwicklung absichert.
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Die Region Rostock ist das industrielle Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Im Überseehafen Rostock bündeln sich Energie- und Güterumschlag, verarbeitende Industrie, Chemie, Logistik, Schiffbau, Wasserstoffwirtschaft und weitere Zukunftsbranchen. Gerade diese energie- und wasserintensiven Industrien benötigen verlässlich verfügbare Brauchwassermengen für ihre Prozesse. Die Trinkwasserressourcen – insbesondere aus der Warnow – sind dafür nahezu ausgeschöpft. Deshalb wird die Brauchwasserversorgung zu einer zentralen Standortfrage für die gesamte Region.
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Erhebliche Vorteile durch Nutzung Erneuerbarer Energien
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Ein zentraler Befund der Machbarkeitsstudie: Die Region Rostock verfügt über sehr gute Voraussetzungen, um die Brauchwassererzeugung aus Ostseewasser mit regionalem Wind- und Solarstrom zu betreiben.
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Dadurch entstehen: Stabile und verlässliche Gestehungskosten, geringere Abhängigkeiten von Energiemärkten, eine klimafreundliche Gesamtlösung und ein klarer Standortvorteil.
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Die Studie zeigt zudem, dass die mögliche Mitversorgung Brandenburgs technisch machbar und wirtschaftlich interessant ist – ein Aspekt mit landes- und bundespolitischer Dimension.
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Durch den vergleichsweise niedrigen Salzgehalt der Ostsee, kurze Leitungswege und günstige erneuerbare Energiepreise zählt Rostock zu den wirtschaftlich effizientesten Standorten für Meerwasserentsalzung in Nordeuropa. Die Gestehungskosten liegen laut Studie für die Erzeugung ohne Zero Liquid Discharge (ZLD) deutlich unter einem Euro pro Kubikmeter Brauchwasser, die Fernleitung aus dem Kerngebiet der Region bewegt sich in einem moderaten Bereich. Die Versorgung kann vollständig mit erneuerbarer Energie aus regionaler Erzeugung – Wind, Photovoltaik und Abwärmenutzung – erfolgen.
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Die Region Rostock nimmt im Land Mecklenburg-Vorpommern eine wirtschaftliche Sonderrolle ein, insbesondere durch den Seehafen, Energie- und Industrieprojekte sowie bedeutende Entwicklungsachsen im Stadt- und Landkreisgebiet. Die Region Rostock benötigt für die wirtschaftliche Entwicklung bis zu 100.000 Kubikmeter Brauchwasser für Industrie- und Gewerbe. Dieser Bedarf kann aus der Trinkwasserförderung nicht gedeckt werden. Die in der Machbarkeitsstudie untersuchte zweistufige Brauchwasserlösung kombiniert aufbereitetes gereinigtes Abwasser aus der Kläranlage Bramow mit einer Meerwasserentsalzungsanlage am Standort Rostock. Das zugrunde liegende Versorgungskonzept ist in vier Stufen angelegt: Eine Sofortlösung mit rund 20.000 Kubikmetern Brauchwasser am Tag aus der Kläranlage Bramow, eine Ausbauphase mit bis zu 40.000 Kubikmetern, eine Meerwasserentsalzungsanlage mit bis zu 100.000 Kubikmetern für die Region Rostock und eine perspektivische Erweiterung für die Wirtschaftsregion Rostock–Brandenburg mit insgesamt bis zu 140.000 Kubikmetern täglich.
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Die Studie wurde von Juli 2024 bis November 2025 erarbeitet. Das Los 1 bearbeitete die Umweltplan GmbH aus Stralsund, das Los 2 die Großmann Ingenieurconsult (GICON) GmbH, die Projektsteuerung wurde zunächst extern vergeben und 2025 vom Planungsverband Region Rostock übernommen. Die Studie kann in der umfassenden Langfassung sowie in einer Kurzfassung auf der Website des Planungsverbandes eingesehen und heruntergeladen werden.
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Die Ergebnisse fließen in die weitere Arbeit des Planungsverbandes Region Rostock, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, des Landkreises Rostock und in landespolitische Entscheidungsprozesse ein.
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Insgesamt können Investitionen von mehr als 700 Millionen Euro angestoßen werden, die direkt in Wasser- und Energieinfrastruktur, in regionale Wertschöpfung und in die industrielle Entwicklung einfließen. Die Meerwasserentsalzung wird als lastflexible, vollständig mit erneuerbarer Energie betreibbare Anlage geplant und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern sowie zur Profilierung der Wasserstoffregion Rostock.
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Prognose der Bevölkerungs- und Wohnungsnachfrage-entwicklung
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Robert Mandtke, Tel. 0385 588 89 454
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Die letzte Prognose zur Bevölkerungsentwicklung zeigte im Realabgleich hohe Abweichungen. Es stellte sich heraus, dass der Zuzug in die Region einen stärkeren Einfluss hat und die Zahlen positiver ausfallen als ursprünglich angenommen. Daher wurde mit Blick auf die Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms entschieden, eine neue Prognose zur Bevölkerungsentwicklung aufzustellen. Darauf aufbauend ist eine Wohnungsnachfrageentwicklung prognostiziert worden. Beauftragt wurde die Firma Wimes GbR. Da die Hansestadt Rostock eine eigene Prognose berechnet, beziehen sich die neuen Werte auf das Gebiet des Landkreises Rostock. In der Zusammenführung der Daten wird davon ausgegangen, dass die Gesamtbevölkerung aus Hansestadt und Landkreis Rostock von derzeit 435.000 Einwohnern bis zum Jahr 2035 auf etwa 440.000 Einwohner leicht wachsen wird. Die Prognosen liegen u.a. für die Ebene der Ämter bzw. amtsfreien Gemeinden vor und bilden eine wichtige Grundlage für Planungen in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Daseinsvorsorge und verschiedener Infrastrukturen.
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Raumverträglichkeitsprüfung Ortsumgehung Mönchhagen / Rövershagen B 105
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Robert Mandtke, Tel. 0385 588 89 454
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Mit dem Neubau einer Ortsumgehung der Orte Mönchhagen und Rövershagen sollen die Verbindung zwischen dem Oberzentrum Rostock und dem Mittelzentrum Ribnitz-Damgarten sowie die Anbindung an touristische Gebiete an der Ostsee verbessert werden. Das Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als vordringlich eingestuft. Als Teil der Vorplanung dient die Raumverträglichkeitsprüfung dazu, die untersuchten Trassenalternativen unter den Gesichtspunkten von Verkehr, Raumordnung und Umweltschutz zu bewerten und eine Vorzugstrasse zu ermitteln. Die untersuchten Alternativen umfassen auch den Ausbau der Ortsdurchfahrten auf der bestehenden Trasse der Bundesstraße 105. Auf die Vorplanung folgen die Bestimmung des Straßenverlaufs (Linienbestimmung) durch die Bundesebene sowie die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung. Wann eine neue B 105 genehmigt sein und es zu konkreten Baumaßnahmen kommen wird, ist aktuell schwer einzuschätzen. Gesetzliche Grundlage für das Verfahren der Raumverträglichkeitsprüfung bildet § 15 Raumordnungsgesetz. Es wird durch das Amt für Raumordnung und Landesplanung Region Rostock als untere Landesplanungsbehörde geführt.
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Relaunch der Website des Planungsverbandes
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Noch in dieser Woche wird die Website des Planungsverbandes Region Rostock in neuem Gewand veröffentlicht. Sie wird damit - unter Beibehaltung der Professionalität - dynamischer wirken. Die angesprochenen Zielgruppen werden sich mithilfe einer Schlagwortsuche auf der Seite bewegen können. Informationen werden damit gebündelt nach Themen bereitgestellt und vermitteln ein umfassendes Bild der vielfältigen Aufgaben und Themen des Planungsverbandes.
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Sitzungstermine 2026
Die Planungen für die Gremiensitzungen des kommenden Jahres befinden sich aktuell in der Abstimmungsphase. Sobald die Termine feststehen, finden Sie alle Informationen dazu auf der Website des Planungsverbandes.
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